BuJutsu Ken Tsuru Kid`s

In der Geschichte der Menschheit gibt es viele Ereignisse und Schlüsselmomente mit weit reichende Folgen und Veränderungen. Eine Faszination hat sich aber bei uns erhalten. Das Mittelalter mit Ritter, Knappen, Prinzessinnen so wie deren Sagen, Legenden und Geschichten.

Durch Mittelaltermärkte und Ritterspiele weiter am leben gehalten spielen Kinder und Erwachsene heute noch gerne Ritter mit Stock und Lanze.

Bujutsu, übersetzt Kriegskunst, ist die seit Jahrhunderten überlieferte Kriegskunst der Japanischen Samurai. Die Aufgaben eines Samurai waren je nach Anstellung sehr Umfangreich und je nach Stand auch mit Gesellschaftlicher Verantwortung. Ab den 1600 Jahrhundert prägte zusätzlich die Hingabe zur Kunst die uns heute bekannte Form des Bujutsu. Daraus Entwickelten sich Budo Formen die bis ins 1900 Jahrhundert entwickelt wurden wie das uns heute bekannte Judo oder Aikido. Alle uns heute bekannten Kampfkünste haben Ihren Ursprung in der Kriegskunst, dem Bujutsu.

Wenn einem Samurai ein Lehn zugesprochen wurde, hatte er neben der Ausbildung für das Schlachtfeld für seinen Clan auch für die Ordnung, Gesundheit und Recht zu sorgen. Das ist die Epoche wo wir in unserer Schule anknüpfen und unsere Schüler ausbilden.

Ein Samurai musste nicht nur den Umgang mit dem Japanischen Schwert lernen, nein auch mit der kurz Lanze Yari, lang Lanze wie Naginata oder Speer. Auch der Umgang mit dem Japanischen Langbogen wurde geübt. Wichtig war auch dabei der Umgang mit den Waffen auf dem Pferd und Waffenlose Form.

Weiter entwickelten die Samurai Kultur und die Kunst. Neben Theater, Singen und auch die Kalligraphie gab es noch viele weitere Künste denen sich die Samurai hin gaben. Daraus ergaben sich die uns heute bekannten Formen des Ikebana, das Blumenstecken, oder auch der Tee Weg.

Nach dem ab dem 1600 Jahrhundert der Weg der Kriegskunst immer mehr an Bedeutung verlor und durch den Shogun Tokugawa Ieyasu die ewigen Kämpfe der Clans Japan den Frieden brachte, entwickelte sich eine Symbiose zwischen Kampf und Kunst. Schnell stellte man fest das das Üben der Kriegskunst und der Philosophischen Kunst die Ideale Mischung für Körper und Geist ist Die Regeln des Bushido standen im Vordergrund. Wir würden es heute als Werte und Tugenden bezeichnen.

Bis heute ist die Japanische Kultur und Gesellschaft so wie die Traditionelle Kampfkunst davon geprägt.

Im Unterricht selbst sollen die verschiedenen Waffen uns helfen die Techniken besser zu verstehen. Dazu verwenden wir keine Blankwaffen. Das Japanische Schwert, kurz Schwert und Messer wird durch ein übliches Holzschwert ( Bokken , Shoto Bokken und Tanto ) ersetzt. Das Yari durch einen kurzen Holzstock ( Jo ) und die Lanze durch einen lang Stock ( Bo ) ersetzt. Der Bogen wird durch einen etwas kleineren Übungsbogen ersetzt und ohne Pfeile verwendet denn er dient dazu die Form und Position zu studieren. Weiter die Waffenlosen Formen Taijutsu und gegen Angriffe mit Waffen.

Diese Materialien werden vom Dojo im Training selbst zur Verfügung gestellt und bleiben auch im Dojo.

Als Anzug wird regelrecht ein Kendo Gi ( Indego Blau ) und Hakama ( Indego Blau ) Obi ( Weiß ) verlangt und kann über das Dojo Bestellt werden.

Das Training selbst startet mit dem Fundament der Etikette. Die Etikette ist ein Akt der Höflichkeit und des Respekts allen gegenüber und dem Dojo. Dem dazu wird immer eine kleine Anmo Meditation und Atemübung angeschlossen. Dies wird dann auch zum ende des Trainings in umgekehrter Reihenfolge gemacht.

Weiter das Rezitieren der Werte und Tugenden des Bushido nach dem wir uns richten.

  1. GI Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Rechtlichkeit
  2. YU Mut
  3. JIN Menschlichkeit
  4. REI Einhaltung der Etikette, Höflichkeit
  5. MAKOTO/SHIN Wahrheit,Wahrhaftigkeit, Unverfälschtheit
  6. MEIYO Ehrbewusstsei
  7. CHUGI/CHU Loyalität, Pflichtbewusstsein, Treue

Für Kinder haben wir zusätzlich noch zum besseren Verständnis diese Werte und Tugenden mit aufgeführt wo unsere Trainer sich nicht scheuen werden zu fragen wie es in der Schule läuft, Zuhause mit den Eltern und Geschwistern, ob man seine Aufgaben auch da erfüllt usw.

Höflichkeit, Ehrlichkeit, Respekt, Selbstbeherrschung, Mut

Wertschätzung, Hilfsbereitschaft, Freundschaft, Ernsthaftigkeit und Bescheidenheit

Weiter wird das Training dann mit einem Aufwärmprogramm gestaltet und mit der Fallschule. Weiter dazu mit wichtigen Stand-, Geh-, Wende- und Fuß/Arm/Handhaltungen- Übungen gemacht.

Anfänger werden dann im Haupttraining mit den Grundlagen und Basics vertraut gemacht. Je nach Lernerfolg wird darauf mit den Waffen und Waffenlosen Formen weiter aufgebaut.

Die Waffenlosen Formen beinhalten neben Würfe auch Hebel und Fixierungen so wie Konter, Faust und Fuß Tritte. Bei Kinder wird speziell darauf geachtet das die Wachstumsfugen dadurch nicht beeinträchtigt werden und die Gelenke geschont bleiben. Viele Techniken findet man heute im Jujutsu, Aikido, Judo, Karate oder auch dem Kempo.

Das Üben mit Waffen. An erster stelle die Handhabung des Schwertes. Kinder bekommen bei uns keine Blankwaffen, sondern müssen mit den üblichen Holzwaffen Trainieren. Da das oberste Gebot die Unversehrtheit von Körper und Geist an erster stelle steht, werden in den Grundlagen und Basics Distanzen und Abläufe Trainiert. Und je nach Lernerfolg die Distanz auf wenige mm reduziert. Das wird aber erst eine sehr lange Zeit dauern bis ein Anfänger da hin kommt.

Mit den Waffen und Waffenlosen Formen wird Koordination, Konzentration, Räumliches Denken und Sehen so wie Mathematisches und Geometrisches Denken und Handeln gefördert. Grundlagen der Physik spielen da auch hinein.

Weiter werden wir uns mit Werte und Tugenden aus Kurzgeschichten beschäftigen. Kalligraphien machen und auch etwas die Japanische Sprache lernen. Uns mit anderen Gruppen außerhalb des Dojos zum Austausch treffen.

Für uns ist auch wichtig das gelernt wird sich gegenseitig zu helfen. Da greifen wir auf das Sempei ( Erfahrener ) und Kohei ( Unerfahrener ) zurück.

Wir werden uns auch nicht davor scheuen Ausuferungen und Störungen durch einzelne Sonderübungen zu Maßregeln.

Weiter besteht die Möglichkeit Leistungsprüfungen zu machen. Üblicherweise immer vor den Sommerferien und Weihnachten. Der Trainer alleine bestimmt ob jemand zugelassen wird oder noch nicht. Die einzelnen Leistungen werden in einem Büchlein festgehalten. Gürtelfarben gibt es in der traditionellen Kampfkunst nicht. Wir werden es aber mit entsprechenden Markierungen festhalten am Hakama.

Sollten Sie nun Interesse zeigen, können Sie mit oder nur Ihr Kind/ Kinder uns vertrauensvoll für einen Monat überlassen. Für den Anfang reicht leichte Sportbekleidung mit Socken, kleines Handtuch, Schlappen und ein Trinkbecher.

In Japan zeigen langzeitstudien das Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim Training des Traditionelles Budo langfristig mehr Erfolg im Leben, Schule und Beruf haben.

Traditionelles Budo kennt keine Abkürzung. Es ist ein langer anstrengender Weg. Die Kampfkunst ist nicht der Kampf auf der Straße oder gegen jemand anderen. Es ist der Kampf gegen sich selbst und seinen eigenen schlechten Werte und Tugenden. Die Kunst dabei ist es es selbst einzusehen und dabei zu bleiben. Das ist Traditionelles Budo, Traditionelle Kampfkunst!!!

nach den Sommerferien am 11. September 2020!!!

Mittwoch von 17.30 Uhr bis 19 Uhr ( IN PLANUNG!!!)

Freitag von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Kinder ab 8 Jahre, Jugendliche und Erwachsene auch während der Ferien/Feiertage Training!!!

Für weitere Informationen Vorstand@kentsurudojo.de oder unter 0160 97717548

Sensei P.Breit 4.Dan IMAF Japan